Das Museum, das eigentlich keins ist

Arche
Die Arche Nebra – ein Besuchermagnet. Allein im ersten Jahr nach der Eröffnung 2007 hat das Informationszentrum 155.000 Besucher gezählt.  Es wirbt mit dem Spruch „Die Himmelsscheibe erleben“. Das Original sucht man hier jedoch vergeblich. Es befindet sich im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Den Besucher erwartet in der Arche vielmehr ein Zentrum, das alle Informationen zum archäologischen Fund präsentiert. Diese werden aufbereitet dargestellt. „Die Idee des Hauses ist, dass nicht nur Fakten präsentiert, sondern dass sie auch mit Geschichten verknüpft werden“, so Manuela Werner, PR- und Marketing-Verantwortliche der Arche. Dadurch sollen sich die Darstellungen leichter einprägen und auch Kinder ansprechen.

Annamarie Hecht

Annamarie Hecht

 

Das findet auch Annamarie Hecht aus Stuttgart. Sie schaut sich die Ausstellung zum ersten Mal an und stellt fest: „Ich find´s hier besser als in normalen Museen. Hier wird alles besser erklärt.“

Viele Bilder und interaktive Elemente unterstützen das Erlebniskonzept. Ein Kinderkino erklärt bereits den AusstellungsraumKleinsten die Geschichte zum Fund der Scheibe. Ein kleiner virtueller Geist erzählt in mehreren Schaukästen verschiedene Geschichten, zum Beispiel die Reise des Kupferbarrens. Zugegebenermaßen wartet die Arche nicht mit einer Flut von Informationen und Räumlichkeiten auf. Manuela Werner sieht darin aber gleichzeitig den Vorteil, dass die Ausstellung „komplett zu schaffen“ sei.

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Planetarium © Arche Nebra, Foto: J. Lipták

Ein weiterer Anziehungspunkt des Besucherzentrums ist das Planetarium. Ein 22-minütiger Film erklärt die astronomischen Hintergründe der Himmelsscheibe. Die Vorführung ist im Eintrittspreis enthalten. Wechselnde Sonderschauen und verschiedene Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Besucher, die eine Auszeit vom Trubel des Hauses brauchen, empfiehlt sich einen Abstecher auf den ca. drei Kilometer entfernten Mittelberg zu unternehmen. Audioguides machen die Strecke interessanter. Besonders die Kinderversion „Das rätselvolle Rennen zum Himmelsauge“ 

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lenkt die Kleinen vom Laufen ab. Am Ziel selbst gibt es weder Touchscreen, noch Lehrfilm. Der Berg lockt dafür mit einem 30 Meter hohen Turm und einer weitreichenden Aussicht. Hier wurde 1999 die Himmelsscheibe von Nebra gefunden. Sie gilt als die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit.

Dieser Text ist meinungsorientiert und sollte daher nicht als allgemeingültige Aussage betrachtet werden.

                                                                                                                                                 

Information:

Öffnungszeiten:

April bis Oktober täglich 10-18 Uhr,
Di-Fr 10-16 Uhr
November bis März Sa/So/Feiertag 10-17 Uhr
montags und am 24. Dezember geschlossen

Alle Informationen unter www.himmelsscheibe-erleben.de

Preise:

Erwachsene 7,50 Euro/ 9,50 Euro (für die Dauer der Sonderausstellungen)
Ermäßigte 4,00 Euro/ 7,50 Euro (für die Dauer der Sonderausstellungen)

Tipp:

  • Das Planetarium kann für private Zwecke gemietet werden. Eine Hochzeit unter dem Sternenhimmel wäre beispielsweise kein Problem.
  • Die drei Kilometer lange Weg zum Mittelberg kann auch mit einem Linienbus zurückgelegt werden. Fahrkarten gibt es direkt im Bus. Die Tageskarte kostet 1,00 Euro, ermäßigt 0,70 Euro. Achtung! Der Busfahrer macht eine Mittagspause. Fahr-und Ruhezeiten am besten vorher erfragen.
  • Für Jugendliche gibt es sicher spannendere Ausflugsziele. Wenn der Besuch der Arche schneller bewältigt wurde, als geplant, können auch andere Ausstellungen in Nebra

(Trias-Ausstellung,
Promenade 14
Öffnungszeiten:
Di-Fr: 10-16 Uhr
Sa-So: 14-17 Uhr
Telefon: 0152 06630945

oder verschiedene Ausstellungen im

Heimathaus,
Breite Straße 28
Öffnungszeiten:
Di-Fr: 14-16 Uhr
Sa-So & Feiertage:  14-17 Uhr
Telefon: 034461 / 22970, 034461 / 225554) besucht werden.

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