Faszination Fliegen

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Und wer es selbst noch nie erlebt hat, dem kann man es nur schwer in Worte übersetzen: Das Fliegen. Ein Moment von Schwerelosigkeit, gemischt mit einer Portion Adrenalin. Freiheit, Leichtigkeit, Glückseligkeit.

Das ist es auch, was die Mitglieder vom Haus der Luftsportjugend (HDL) am Fliegen lieben. Von März bis Oktober verbringen sie viele Stunden Air2auf dem Flugplatz in Laucha. Viel mehr noch in der Luft. Lautlos im Himmel schweben und neue Perspektiven erhalten – das ist beim Segelfliegen problemlos möglich. Das Flugzeug wird dabei durch eine Seilwinde oder von einem anderen Flugzeug in die Luft gezogen, ausgeklinkt und von der Thermik geleitet. In bis zu 1500 Metern Höhe sehen der Flugplatz und das Gebiet herum ganz anders aus. Jeder kann in den Genuss davon kommen.

Markus

Markus Neumeister

Denn Markus Neumeister, Vorsitzender des HDL, vertritt die Meinung: „Fliegen muss Breitensport bleiben, für jeden zugänglich und bezahlbar!“

Wagemutige können sogar selbst zum Piloten werden: Segelflugausbildungen in den Ferien sollen  speziell Schüler und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 26 Jahren ansprechen. In den Kursen wird den Flugschülern alles beigebracht, um selbst zum König der Lüfte zu werden. Vom Fußgänger zum Alleinflieger – und das in nur zwei bis drei Wochen. Eine fundierte Ausbildung mit dem Erwerb eines Flugscheins nimmt mehr Zeit in Anspruch.

Flieger

Thomas Gevers

Diese Erfahrung hat auch Thomas Gevers aus Leipzig gemacht, der zum Bundesjugendvergleichsfliegen im Segelflug nach Laucha gereist ist. Drei Jahre hat er gebraucht, um seinen Schein zu machen. Aber bereits nach seinem ersten Gastflug stand für ihn fest: „Ich möchte das selber machen!“ Für den 19-Jährigen ist Segelfliegen zum gewöhnlichen Hobby geworden. Er schätzt vor allem die Selbstständigkeit und Verantwortung, die es abverlangt. Mindestens einmal im Monat geht Thomas in die Luft.

Steuer

Flugsport kann aber auch vom Boden aus betrieben werden. Das HDL bietet Ferienkurse an, in dem ein eigenes Flugmodell gebaut und über die Hänge der Unstrut geschickt wird. Kurzzeitigere Abenteuer hingegen gibt es im regulären Flugbetrieb fast täglich. Der Flugplatz Laucha zählt zu einen der wenigen Plätze, bei denen auch an Wochentagen geflogen werden kann. Ein spontanes Mitfliegen ist so gut wie immer möglich. Und das nicht nur in Segelflugzeugen, sondern auch in der motorisierten Variante. Beide haben gemeinsam: Die Faszination des Fliegens selbst einmal erleben zu können.

 

                                                                                                                                                                                 

Information:

Öffnungszeiten:

Die Saison beginnt im März und endet im Oktober. In dieser Zeit startet der Flugplatz seinen Betrieb 9 Uhr morgens und beendet diesen ca. 18 Uhr.

Preise:

Eine Viertelstunde Segelfliegen kostet ca. 20 Euro.

Alle Informationen unter www.hdlsj.de

Tipp:

  • Für Adrenalinjunkies: Segelflug bedeutet nicht nur stupides Fortbewegen in eine Richtung. Die Flugzeuge sind durchaus fähig spannende Manöver zu fliegen.
  • Interessierte können auch Mitglied im HDL werden. Gegen einen Monatsbeitrag können diese dann so oft fliegen, wie sie wollen – auch ohne eigenes Flugzeug.
  • Das HDL bietet Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Sonnenuntergänge am Hang des Flugplatzes sind einzigartig und ein echter Geheimtipp!

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